1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Netzwerke für Kinderschutz und Frühe Hilfen Sachsen

Netzwerke für Kinderschutz und Frühe Hilfen existieren in allen sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Sie sind regional unterschiedlich gestaltet. Ihre Gesamtsteuerung ist beim jeweiligen Jugendamt angesiedelt und wird von Netzwerkkoordinatoren ausgeübt. Die Zusammensetzung der einzelnen Netzwerke findet in Artikel 1 Paragraf 3 Absatz 2 Bundeskinderschutzgesetz ihre gesetzliche Grundlage. Demnach sollen mindestens Einrichtungen der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Einrichtungen und Dienste des Gesundheitswesens, Beratungsstellen nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz und Einrichtungen der Frühförderung in die Netzwerke eingebunden werden. Im Rahmen der Bundesinitiative »Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen« soll die Einbindung von Familienhebammen in diese Netzwerke und der Einsatz von Ehrenamtlichen gefördert werden. Der Informations- und Beratungsauftrag im Sinne des Bundeskinderschutzgesetzes wird in Sachsen durch die Aufsuchende präventive Arbeit realisiert, deren Erkenntnisse intensiv für die Netzwerkarbeit genutzt werden. Dieses Angebot informiert und berät über regionale Unterstützungsangebote für Familien und kann bei festgestelltem Bedarf in weiterführende Angebote vermitteln. Darüber hinaus liegen die Informationen über die insoweit erfahrenen Fachkräfte bei den jeweiligen Netzwerkkoordinatoren vor Ort vor.

Aufsuchende präventive Arbeit

Die aufsuchende präventive Arbeit ist Bestandteil der Netzwerke für Kinderschutz und Frühe Hilfen Sachsen. Dieses freiwillige Angebot soll neben allgemeinen Hinweisen zur Wahrnehmung der Erziehungsverantwortung individuelle Beratungsbedarfe in der konkreten Lebenssituation aufgreifen oder bei erkanntem individuellen Bedarf zur Inanspruchnahme von Unterstützung motivieren. Es ermöglicht das Erkennen von Belastungen und die Ausrichtung von weiteren Hilfsangeboten am konkreten Bedarf der Familie. Bereits wenn sich Krisen anbahnen, können die Fachkräfte der Jugendämter unterstützende und begleitende Angebote machen und treten nicht als Interventionsinstanz in Erscheinung.